Aber das Leben lebt

Freitag, 4. Mai 2012 – 20:00

Konzert
Laut Radio FM4 „unter den Kandidaten für die beste Band Österreichs“.
Obwohl die vier Musiker nicht alt sind, waren sie schon vor Urzeiten einmal in der Alten Schule – damals hat man ihnen noch das Etikett „Todescountry“ umgehängt. Heute klingen sie viel zugänglicher, sollen vor allem live der Hammer und tanzbar auch noch sein.
An- und abschließend Auflegerei!

Aber das Leben lebt melden sich zwei Jahre nach ihrem gefeierten Album »Hospital Years« mit »New Musketeers« zurück. Eine ungewöhnlich kurze Zeit für diese Gruppe, deren Arbeitsweise insgesamt als eher gründlich zu beschreiben ist. Und doch, es hat sich einiges getan. Florian Emerstorfer, Martin Wiesbauer und Wolfgang Wiesbauer haben ihre angestammte Trioformation um Schlagzeuger Ralph Wakolbinger, der auch noch bei den Lärmbrüdern Mord – ausgerechnet – an der brachialen Batterie sitzt, erweitert. Und der die in der Vergangenheit spärlich eingesetzten Maschinenrhythmen um deutliche Beats ergänzt. Neben »analogen Drums«, wie Aber das Leben lebt selbst das nennen, hat auch ein neu gewonnener Sinn für Zugänglichkeit und Verdichtung, für sanftes Aufschichten statt kontrollierter Dekonstruktion Einzug gehalten bei »Wiens bester Erwachsenenpopband« (Der Falter). Ihre Popsongs dürfen jetzt nämlich, anders als das früher der gewollte Fall war, auch wirklich als solche dastehen, ohne sich erklären zu müssen. Und sie dürfen den Blues tanzen. Den nächsten musikalischen Bruch freilich immer im Hinterkopf habend.

 

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